Brownbag: Methoden zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Produkten

In dieser informellen Seminarserie “Brownbags” stellen SERI-Researcher und KollegInnen ihre Arbeit vor und laden zur öffentlichen Diskussion ein.

Please bring your own (brown) lunchbag!

Ariane Messner präsentiert am 23.2 ab 12.30 am SERI (Garnisongasse 7/19) ihre Diplomarbeit mit dem Titel: Sustainability assessment of products: A comparison of the methods Ecological footprint, MIPS (Material Input Per Service Unit) and the Integrated EFORWOOD Sustainability Impact Assessment, by example of two wood products.

Abstract deutsch:
Obwohl eine Reihe von Methoden zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Produkten über deren Lebenszyklus existieren, hat sich bis dato kein Standardverfahren etabliert. Das Ziel dieser Arbeit ist es, drei Methoden zur Nachhaltigkeitsbewertung am Beispiel zweier Holzprodukte zu vergleichen: (i) Ökologischer Fußabdruck, (ii) Material Input pro Service Einheit (MIPS) und (iii) den integrierten EFORWOOD Ansatz. Als Fallbeispiel wurden die Produktionsketten von Massivholzbrettern und Spanplatten analysiert. Für das Fallbeispiel wurde eine durchschnittliche Produktionskette angenommen, welche einen Altersklassen-Nadelwald, regionalen Transport, ein Sägewerk bzw. ein Spanplattenwerk umfasst. In Aspekten, die der ökologischen Dimension der Nachhaltigkeit zugeordnet werden können, reihten alle Methoden das Massivholzbrett vor der Spanplatte. Ausgenommen davon ist die MIPS Kategorie “biotisch” (Biomasse) unter der Annahme, dass die für die Spanplattenproduktion verwendeten Sägenebenprodukte keinen ökologischen Rucksack tragen. In der integrierten EFORWOOD Methode differieren die Ergebnisse bezüglich der ökonomischen und der sozialen Dimension in Abhängigkeit der jeweiligen Indikatoren und Berechnungsannahmen. In einem nächsten Schritt wurden die drei Methoden aufgrund eines Kriterienkatalogs der Aspekte wie z.B. Transparenz, das Einbeziehen von verschiedenen Nachhaltigkeitsaspekten sowie Zeit- und Datenanforderung verglichen. Die Evaluierung durch den Kriterienkatalog zeigte, dass die drei Methoden unterschiedliche Stärken und Schwächen besitzen, welche sie für bestimmte Produkte und Bedingungen mehr oder weniger geeignet machen. Dies bedeutet, dass keine klare Präferenz für eine der drei Methoden ausgesprochen werden kann. Wenn möglich sollten mehrere Methoden nebeneinander ergänzend eingesetzt werden. Allgemein kann aus der Analyse abgeleitet werden, dass die Verfügbarkeit und Vertrauenswürdigkeit der Daten ebenso wichtig ist wie die Wahl der Methode selbst.

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