Unsere Lebensstile beeinflussen das Klima: In unserer modernen Gesellschaft wird Lebensqualität größtenteils durch die “materiellen Güter des Lebens” definiert. So führen moderne Lebensstile oft zu einem höheren Ressourcen- und Energieverbrauch, und dadurch zu einem höheren Ausstoß an Treibhausgasen. Dieser Prozess verstärkt den Klimawandel. Anderseits gibt es eine wachsende Anzahl an Menschen, die einen weniger konsumorientierten Lebensstil pflegen und bewusst ihren Verbrauch an Ressourcen bzw. Energie so niedrig wie möglich halten. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass dieses „klimaschonende“ Verhalten die Zufriedenheit bzw. das Glück steigert. Engagement für nachhaltige Entwicklung erfüllt die Menschen auf emotionaler Ebene und kann so zu mehr Lebensqualität beitragen.
Das Projekt Lebensklima
Das Forschungsprojekt Lebensklima untersucht diese Zusammenhänge in zwei Fallstudienregionen: Gmunden und Graz. Interessierte SchülerInnen unterstützen uns bei einer aktivierenden Befragung der Bevölkerung. Die SchülerInnen werden in das Thema Lebensqualität eingeführt und auf ihre Aufgabe als InterviewerIn vorbereitet. Anschließend befragen die SchülerInnen die Gmundner bzw. Grazer BürgerInnen zu ihren Lebensstilen, Einschätzung ihrer Lebensqualität und wie sie den Klimawandel wahrnehmen. Die Auswertung erfolgt gemeinsam mit den ForscherInnen. Die Ergebnisse werden in Workshops präsentiert, um gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen für nachhaltige Lebensstile (mehr Lebensqualität, weniger Klimawandel) zu entwickeln. Die Erkenntnisse dienen als Grundlage für Politikempfehlungen auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene.
Das Projekt zeigt auch ganz praktische Wege zu den gerade in Kopenhagen global formulierten Zielen und erfreut sich großer Aufmerksamkeit in Presse und Rundfunk.
Download: Pressaussendung zu Lebensklima und Klimagipfel (J.Frühmann, 11.12.2009)
Mehr Informationen dazu gibt es hier.

